Was sind Doodles

Was ist ein Doodle und was doodeln?

Wikipedia übersetzt das aus dem Englischen stammende Wort “to doodle” mit “gekritzel” oder “kritzeln”, bzw. als Substantiv mit “Kritzelei”. Gemeint ist damit das unwillkürliche “kritzeln”, welches man so nebenbei beim telefonieren, fernsehen oder aus Langeweile macht. Mittlerweile hat sich das doodeln allerdings schon sehr viel weiter entwickelt und die deutsche Übersetzung, die ja eher ziemlich negativ besetzt ist, wird diesen schönen Zeichnungen und dieser kreativen Spielart einfach nicht mehr gerecht. Das ist der Grund, warum ich auch viel lieber vom doodeln und dem Doodle spreche.

Was ist das Besondere am doodeln?

  • Es ist herrlich befreiend, weil es kein “gut” oder “richtig” gibt
  • Man braucht nur wenig Material
  • Man kann überall doodeln
  • Ein Doodle muss nicht fertig werden
  • Man kann jederzeit aufhören und jederzeit an einem Doodle weiter arbeiten
  • Man kann beim doodeln wunderbar abschalten und eine schöne Zeit haben
  • Man kann sch mit Doodles kreativ ausdrücken
  • Doodeln ist einfach und lässt sich einfach erlernen
  • Doodles werden mit einfachen Grundformen aufgebaut und lassen sich deshalb sehr gut mit digitalen Programmen weiter bearbeiten

Wie funktioniert doodeln?

Doodle Sommerzeit Strand UrlaubDas Schöne beim doodeln – es gibt (erstmal) keine Regeln! … Na ja, eine vielleicht 😉 Zu der komme ich später.

Stell dir vor, du hast einen Stapel weißer Blätter vor dir und einen schwarzen Stift in der Hand. Du weißt genau, wenn du den ersten schwarzen Punkt auf das Papier setzt, ist das Papier “bemalt” und wenn der schwarze Punkt oder Strich nicht genau so ist, wie du es dir vorgestellt hast, empfindest du die Zeichnung als ruiniert und du hast den Impuls, das Blatt in die Tonne zu werfen. Das ist die Panik vor dem weißen Blatt – oder der weißen Leinwand. Das ist ganz normal, hält dich aber vom eigentlichen Zeichnen ab. Denn man will ja kein Blatt Papier verschwenden.

Jetzt wird es Zeit für die erste und einzige Regel beim Doodle. MAN DARF NICHT RADIEREN ODER KORRIGIEREN. Jeder gesetzte Punkt oder Strich soll genau so stehen bleiben, wie er steht. Dazu musst du dir ganz deutlich bewusst machen – es gibt KEIN GUT und KEIN RICHTIG. So wie es ist, ist es. PUNKT. Wie beim Sprechen. Gesagt ist gesagt. Deshalb ist doodeln auch nichts, was man schnell macht.

Ostern DoodleEin Doodle ist eine beliebige Zeichnung. Sie kann aus einzelnen Objekten bestehen, aus Mustern, aus gemusterten Objekten, aus zusammengesetzten Objekten und Muster als “Lückenfüller” und unendliche Kombinationen davon. Das Doodle kann schwarz-weiß oder farbig sein. Deshalb lassen sich auch vermeintlich verunglückte Striche mit etwas Fantasie gut in das Gesamtbild integrieren. Meist fängt man mit einer großen Form an, füllt diese mit kleineren Formen und /oder Mustern und diese wiederum mit weiteren Formen, Mustern, etc. Hier kann, darf und soll man seiner Kreativität einfach freien Lauf lassen und Spaß haben.

Fantasie und Kreativität werden beim doodeln überhaupt wunderbar gefördert. Denn hier geht es nicht um Realismus, sondern um das Zusammenspiel von Formen, Mustern und Objekten. Du darfst realistisch zeichnen – musst es aber nicht. Lass einfach das auf das Papier fließen, was in dir ist!

Je öfter du dies machst, desto weniger wird dich das weiße Papier einschüchtern. Strich für Strich wird sich dein Blatt füllen. Formen, Figuren, Objekte und Muster – erlaubt ist, was gefällt. Und nun nochmal zur Regel, keine Korrektur vorzunehmen und kein Bleistift und Radiergummi zu benutzen – denn jede Regel hat auch ihre Ausnahme; sobald du soweit bist, dass deine Formen und Linien frei über das Papier fließen, möchtest du vielleicht auch komplexe Doodles anfertigen. JETZT darfst du auch mit Bleistift vorzeichnen, korrigieren und radieren, bist du mit der Vorzeichnung fertig bist.

Was ist Kawaii?

Panda Doodle KawaiiDas sagt Wikipedia dazu: Kawaii (jap. 可愛い oder かわいい) ist ursprünglich der japanische Ausdruck für „liebenswert“, „süß“, „niedlich“, „kindlich“ oder „attraktiv“. Mittlerweile steht er für ein ästhetisches Konzept, das Unschuld und Kindlichkeit betont und sich auf alle Bereiche der japanischen Gesellschaft ausgedehnt hat. In westlichen Sprachen hat sich Kawaii als Bezeichnung einer japanisch beeinflussten Niedlichkeitsästhetik etabliert. Laut dem Kulturwissenschaftler Kazuma Yamane hat es sich als ganzes Diskurssystem etabliert.

Seit den 1970ern hat sich Niedlichkeit, insbesondere als Designelement, in vielen Bereichen des japanischen Lebens und der Kultur als deutlicher Aspekt immer stärker durchgesetzt. Ursprünglich war dies vor allem bei jungen Mädchen populär: Diese benutzten Kawaii-Handschrift, freundeten sich mit Kawaii-Charakteren in einem Kawaii-Raum an, um am Ende selbst möglichst kawaii zu werden. Von dort aus breitete sich der Trend über die gesamte Gesellschaft aus. Bis Ende der 1980er hatte er sich als Diskurs auch in Südostasien etabliert, seit der Jahrtausendwende auch in westlichen Ländern.

Gerade für westliche Beobachter ist dies ungewohnt, da Japaner Niedlichkeit in vielen Situationen einsetzen, in der es in westlichen Kulturen als unpassend kindisch oder unseriös angesehen würde, wie zum Beispiel in staatlichen Veröffentlichungen, behördlichen Warnungen, Büroumgebungen, Werbung für das Militär oder kommerziellen Fluglinien. Der Zwang, kindliches Verhalten abzulegen, ist in Japan weniger stark ausgeprägt als im Westen. Gerade die Betonung extrem stilisierter Maskottchen wie Pikachu oder Hello Kitty bildet eine Projektionsfläche, die selber kaum Rückmeldung gibt. Anders als beispielsweise Disney-Figuren haben die japanischen Kawaii-Figuren kaum Mimik oder Gesichtsausdrücke. Im Fall von Hello Kitty geht dies so weit, dass die Figur nicht einmal mehr einen Mund hat. (Quelle: Wikipedia)

Wann ist etwas Kawaii?

Typisch sind pastelligen Farben, abgerundete Formen, große Augen und großer Kopf und ein möglichst kurzer Abstand zwischen Stirn und Nase. Das kennt man ja schon vom sogenannten “Kindchenschema”. Deshalb wirken diese Zeichnungen ja auch so überaus niedlich und süß.

Ausgesprochen wird es Ka-WAI-i. Wobei das letzte “i” besonders betont wird. Am besten noch mit besonders betontem Entzücken und leichtem Aufquietschen 。(✿‿✿)。 Als Kawaii wird so ziemlich alles bezeichnet, was niedlich, putzig, knuffig oder sehr süß ist. Kawaii kann absolut alles sein. Egal, ob Speisen, Objekte, Figuren. Hauptsache die typischen Kennzeichen sind vorhanden.

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